36. Haldi Berglauf vom 11. Juni 2017

Rennbericht eines Flachländers (aka Peter Dick)

Da stand ich nun wieder, kurz vor halb zehn Uhr morgens mit dem Finger am Startknopf meiner GPS-Uhr. Dabei hatte ich mir doch letztes Jahr fest vorgenommen, nie wieder am Haldi Berglauf teilzunehmen. Noch nie marschierte ich so viel an einem Lauf und nach der Hälfte der Strecke war ich bereits ordentlich bedient. Das kommt halt davon, wenn man denkt, dass man die 9.3 Kilometer auf 1400 Höhenmeter verteilt locker aus dem Handgelenk schütteln kann… Irgendwann schien diese Erinnerung aber so schwammig zu sein, dass ich mich doch wieder überreden liess am 36. Haldi Berglauf teilzunehmen.

An diesem Sonntag war es bereits vor dem Start sehr warm. Die Teilnehmer hielten sich bis kurz vor dem Startschuss im Schatten auf. Pünktlich um 09.30 Uhr ging es dann los und wie es sich für einen Berglauf gehört, ging es nach gefühlten 30 Zentimeter bereits Berg auf. Dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, nicht wie die Feuerwehr von Pontypandy los zu spurten, sondern es diese Mal etwas lockerer anzugehen. Dank dieser taktischen Meisterleistung und den Anfeuerungsrufen von Jolanda Annen (diese galten natürlich allen Teilnehmern) schaffte ich es ohne grössere Probleme zur Bergstation aufs Haldi. Immerhin war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Drittel der Strecke absolviert. Leider war es aber ab da auch vorbei mit den schattigen Waldpassagen und die Sonne schien nun erbarmungslos auf meinen Helikopterlandeplatz.

Der 2. Drittel der Strecke ging dann auf Asphaltstrassen übers Haldi bis zu einem Skilift. Unglücklicherweise lief der Skilift logischerweise im Sommer nicht und wir durften das steile Stück (ich hatte es nicht mehr so steil in Erinnerung) hochlaufen. Dank meinem persönlichen Familienfanclub, der mich am Ende des Skilifts in Empfang nahm, ging es aber einigermassen und ich konnte das Teilstück bis zum Oberfeld wieder locker unter die Füsse nehmen. Dort bestand dann auch die letzte Möglichkeit, nochmals Wasser zu trinken oder sich damit abzukühlen.

Der letzte Teil führte dann von eben diesem Oberfeld hinauf zum Butzenboden. Das waren nochmals 500 Höhenmeter, verteilt auf 2,5 Kilometer. Dank den Motivationssprüchen von Sonja und Urs, ging es dann noch motivierter auf die letzte Teilstrecke. Nach einem kurzen Waldstück sah man dann bereits das Ziel. Das Problem war nur, dass es noch gut 2 Kilometer waren und es gefühlt überhängend Bergauf ging. Es ist mir immer noch ein Rätsel, wie hier die besten Teilnehmer das Stück Joggend absolvieren können. Für mich als Flachländer war es schon komisch, dass wir keine Seilschaft bilden mussten…

Alles jammern half nichts, ich musste da hoch. Dank der kleinen Zwischenstärkung aus Esthers Trinkflasche und dem Gedanken, dass es den Teilnehmern um mich herum auch nicht besser ging, kam ich schlussendlich einer Zeit von 1 Stunde und 37 Minuten ins Ziel. Obwohl die Zeit für mich absolut sekundär war, war ich doch 3 Minuten schneller als letztes Jahr. Das Beste jedoch kommt hier immer zum Schluss. Der atemberaubende Ausblick auf den Urnersee und die Orangenschnitze, die wohl zu diesem Zeitpunkt die besten der Welt waren, lassen mich meine Entscheidung, dass ich mir das nie wieder antun werde, wieder überdenken…

Kategorie

Senioren 1

Senioren 2
Senioren 3

Rang / TeilnehmerIn

19. Bruno Marty
20. Armin Arnold
21. Peter Dick
05. Andi Gamma
15. Othmar Schuler

Zeit

1.31.16.8
1.31.57.4
1.37.34.1
1.21.12.2
1.31.26.7