Transruinaulta vom 21. Oktober 2017

(Erlebnisbericht von Markus Arnold)

Es ist Samstagmorgen, 21. Oktober 2017. Endlich ist der Tag gekommen an dem der langersehnte Saisonhöhepunkt für Armin Arnold und Markus Arnold stattfinden soll. Ebenfalls mit von der Partie war Remo Betschart, der Läufer, welcher in den letzten zwei bis drei Jahren immer wieder mit sehr starken Leistungen und diversen Siegen auf sich aufmerksam machte.

Mit ungewissen Erwartungen sind wir nach Ilanz, dem Startort des Laufspektakels, gereist. Gedanken drehten sich in den Köpfen, was wohl alles auf uns zukommen wird. Die einen schon früh total in sich gekehrt, versuchten die anderen mit dummen Sprüchen von der aufkommenden Aufregung abzulenken. Der Wetterbericht wurde in den Tagen zuvor immer wieder genau studiert und lies Hoffnungen für perfektes Laufwetter aufkommen. Und tatsächlich, als wir am Rennmorgen den Blick gegen den Himmel richteten, blieb nur ein Wort übrig; Top! Petrus ist eben doch auch zwischendurch ein Läufer. 

Pünktlich um 09.15 Uhr wurde mit den Intervallstart begonnen. Remo durfte bereits um 09.16 Uhr als fünfter Läufer auf die Strecke. Anschliessend wurde alle 5-10 Sekunden ein weiterer Läufer auf die Strecke geschickt. Um 09.35 Uhr durfte dann Armin ans Werk und 09.50 Uhr konnte endlich auch Kusi starten. Das Startgelände wurde mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Eine Startrampe aus 20 Tonnen Valser Quarzid wurde vor dem Rathaus Ilanz auf eine Höhe von 3 Meter gestapelt. Oben kurz die Aussicht geniessen und dann die Treppe runter durch den künstlich hergestellten Waldslalom auf Holzschnitzel. Dies war die Einleitung für die folgenden 42.195 Kilometer und +1800/-1750 Höhenmeter. Die ersten 11 Kilometer führten relativ flach durch die Ruinaultaschlucht mit etlichen Richtungswechseln, über Steine, Wurzeln und kleinen Bächli. Halt so richtig Trailrunning und definitv auch das, was uns allen richtig viel Spass machte. Die Ruinaultaschlucht ist in der Tat ein eindrückliches Kunstwerk der Natur und sicher auch interessant anzuschauen, hätte man etwas mehr Zeit... 

Nach 11 Kilometer kam dann der erste so richtig steile Aufstieg nach Versam. Oben angekommen wurden wir das erste mal durch unsere treuen Fans und Betreuer angefeuert. Nach kurzer Verpflegung ging es dann auch gleich wieder steil runter ins Versamer Tobel. Über die Versamertobel-Brücke, ein kurzer Blick runter in die tiefe Schlucht des Versamer Tobel, und schon ging es auf der anderen Seite wieder hoch. Es folgte ein wunderschöner Aufstieg durch einen prächtigen Laubwald nach Salums. Auch hier dann wieder dasselbe, oben angekommen, ging es dann auch sofort wieder runter nach Rhäzüns. Auch hier war es wieder schön anzukommen und zu wissen dass unsere Betreuer dort sein würden und einen anfeuerten. In den Beinen waren die ersten Strapazen bereits zu merken, immerhin hatten wird zu diesem Zeitpunkt schon 24 km in den Beinen. Super, dann sind es ja „nur“ noch 17 km bis ins Ziel... Nach Rhäzüns begann es dann auch gleich nach nicht einmal 100m geradeaus wieder anzusteigen. Der längste Anstieg an einem Stück folgte. Dieser war jedoch durch eine gut angelegte Naturstrasse mit angenehmer Steigung gut zu bewältigen. Anschliessend folgte dann doch einmal ein Teilstück von ca. einem Kilometer, welches flach war (Kilometer 30). Das war dann auch das letzte Mal bis ins Ziel. Anschliessend folgte ein sanfter Abstieg Richtung Realta wo dann noch die letzten 6 km auf uns warteten. Diese hatten es noch einmal in sich. Ganze dreimal ging es noch einmal hoch und runter wobei der letzte der drei Anstiege noch der „verreckteste“ war. Saustotzig und charakterlos waren hierzu meine Gedanken.

Mit leeren Beinen und überglücklich über die erbrachte Leistung konnte Kusi dann nach 4h 47min. im Ziel in Thusis einlaufen. Danke an Armin welcher mich auch den letzten 300 Metern ins Ziel noch einmal anfeuerte und begleitete. Armin konnte sich ja zwischenzeitlich etwas erholen da er schon eher im Ziel war. Mit seinen 4h 26min konnte er ein sehr gutes und zufriedenstellendes Resultat einlaufen. Top! Am erfreulichsten war es dann im Ziel zu erfahren, dass Remo Betschart einen souveränen Tagessieg bei den Herren Overall feiern durfte. Mit seinen 3h 27 min gelang ihm ein perfektes Rennen. Wahnsinn wenn man bedenkt, dass Remo am Tag darauf noch am Transviamala (19 km +900/-600hm) an den Start gehen wird und um den Schlüchtenkönig (Transuinaulta+Transviamala) mitläuft. Remo konnte dann am Sonntag seinen am Samstag herausgelaufenen Vorsprung verteidigen und durfte sich als grosser Sieger feiern lassen. Ein Urner, in Illgau aufgewachsen im Bündnerland als Schluchtenkönig 2017 gewählt, eine tolle Geschichte. 

Alles in allem hat dieser Tranruinaulta gehalten was er versprach.Wunderschöne Natur, abwechslungsreiche Strecke, Top Organisation und drei Urner Namens Remo Armin und Kusi welche mit Ihren erbrachten Leistungen vollumfänglich glücklich und zufrieden waren. Vielen Dank auch unseren Betreuerinnen Manuela, Esther, Patricia und Berni. Es war wie immer schön mit euch unterwegs zu sein.

Kategorie

N-H1

Rang / TeilnehmerIn

1. Remo Betschart
32. Armin Arnold
46. Markus Arnold

Zeit

3.27.22.4
4.26.21.4
4.47.43.0